Arab-Update im Ersten/bei Phoenix //1000.Ideen #62

Derzeit erleben wir in vielen Staaten der arabischen Welt die größten Umbrüche der letzten Jahrzehnte. Ich selbst kann mir kaum vorstellen, welche Auswirkungen das haben wir und wie sich die Welt in den nächsten Jahren und Jahrzehnten ändern wird. Kann ich mit meinen Kindern die Strände von Syrien bereisen und ihnen erzählen, dass vor wenigen Jahren noch ein Diktator geherrscht hat?

Vor allem Die Zeit berichtet ausführlich und, wie ich finde, sehr intensiv und gut über die Zeit, die als arabischer Frühling unsere Generation und unser Verständnis zwischen Ost und West prägen wird.

Auch Tagesschau und Phoenix gehen ihre Aufgabe als Chronisten und Berichterstatter ausgeprägt nach. Es wird in den nächsten Jahren unzählige Bücher und Dokumentationen über die Zeitrechnung nach 2011 geben.

Doch vor allem das Fernsehen kann noch mehr leisten.

Meine Idee: Ein wöchentliches, 30- bis 45-minütiges Update aus der arabischen Welt. Welche neuen Entwicklungen gibt es. Interessante Diskussionsgäste, Reaktionen aus dem Netz, Hintergründe, Analysen. Dazu: wie entwickeln sich die “gestürzten Länder”? Entwickeln sich Demokratien, wer gewinnt an Macht und wo tun sich neue Grabenkämpfe auf.

Das Bildmaterial ist stark. Die Geschichten sind es noch viel mehr. Zusammen mit CNN, BBC World und Al Jazeera könnte man ein Bild zeichnen, das intensiv, spannend und lehrreich ist. Und es gäbe eine Anlaufstelle um wirklich auf dem neusten Stand zu sein. Ich fände das toll.

Der App-Store für Apple TV //1000.Ideen #36

Diese Idee liegt so sehr auf der Hand. Ich wollte sie nur an einem Sonntag kurz posten, damit ich später sagen kann “das hab ich damals schon gewusst“.

Apple wird Apple TV mit Apps ausstatten. Apple TV, dieses kleine “Hobby” (Zitat Steve Jobs), diese kleine Box mit der man sensationell einfach Fernsehserien und Filme direkt via WLAN auf die Glotze streamen kann. Dazu einige wenige ausgewählte Inhalte (Major League Baseball, Flickr, YouTube) und über Airplay auf die Glotze gestreamte iPhone und iPad Inhalte.

Jetzt sollte Apple einfach einen App Store auf dem Apple TV entwickeln und somit das lineare Fernsehen töten. Das wäre ein absoluter Gewinn für unsere Wissensgesellschaft. NIE WIEDER ZAPPING. Ich lade mit dann die ARD Mediatheks Ap… Moment, die gibt es gar nicht. Sagen wir die BBC iPlayer App International Edition direkt auf meinen Apple TV und navigiere mit meinem iPhone oder iPad durch die App.

Noch besser: GAMES! Als Controller dienen iPad, iPhone oder iPod touch. Kommuniziert wird über WLAN. Multiplayer-Spiele sind kein Problem (“Bring dein iPod touch mit, wir zocken FIFA 13 auf der Glotze”). Die Möglichkeiten sind unbegrenzt (Safari für Apple TV, MS Office für Apple TV, Google Body für Apple TV, FaceTime für Apple TV). Der Geruch der Fernsehgerätenutzungs-Revolution liegt in der Luft. Freuen wir uns drauf – vor allem, dass wir RTL für immer von der Glotze verbannen dürfen. Nur Peter Kloeppel hol ich mir dann als Podcast auf meinen Apple TV.

Apples schlummernde Revolution

“Apple TV ist ein Hobby”, so Tim Cook, COO von Apple. Aber Apple gibt den Leuten seit fast drei Jahren die perfekte Fernbedienung in die Hand um die nächste Revolution zu starten.

Hybrid-Fernseher, die auch online gehen können, sind in verschiedenen Formen ein Trend. Ob Widget-gesteuerte Lösungen, HBBTV oder HD Videotext. Das Internet soll auch auf das Gerät kommen vor dem die Deutschen im Schnitt immer noch die meiste Zeit verbringen. Die Vorteile sind klar: YouTube, RTLNow, die ARD Mediathek und viele mehr können so auf der großen Glotze von der Couch aus genossen werden.

Es gibt nur ein Problem: unterschiedliche Darstellungsformate und es wird ein neues Gerät benötigt. Dabei hat doch gerade halb Deutschland auf HD umgerüstet.

Google arbeitet laut dem Wall Street Journal an einer TV-Box, die jeden Fernseher online bringen soll. Mit Chrome OS oder Android stehen die passendenen Betriebssysteme schon bereit. Nur das Bedienelement ist nicht geklärt. Mit Tastatur auf der Couch sitzen? Das wäre nicht sonderlich komfortabel.

Apple ist deutlich weiter – und kaum einer merkt welche Revolution in Apple TV schlummert.

Schon jetzt bietet die kleine Box Apple TV unzählige On-Demand-Highlights über iTunes. Der Zugriff ist mit der kleinen Remote-Control von Apple schon relativ komfortabel. Weiterhin bleibt die gezielte Eingabe von Text und das freie Surfen im Netz verschlossen. Dafür hatte auch Apple noch keine komfortable Lösung.

Mit dem iPod Touch, dem iPhone und dem iPad hat Apple ganz nebenbei die perfekte Fernbedienungen für den Apple TV erschaffen. Und eine Armada an Medienkonzernen stellt mittlerweile Inhalte bereit, die auch auf einem großen Fernseher wirken würden: Videos, Livestreams, großflächige Bildershows. Was auf dem iPad funktioniert, wird auch problemlos auf einem großen und auch alten, kleineren Fernseher funktionieren. (Von Spielen mal ganz abgesehen)

Die Inhalte sind da, die Bedienungseinheit für ein apple-gewohntes Bedienungsgefühl ist da, das Gerät gibt es seit Jahren. Und der Vorteil: die Konsumenten können jeden Fernseher nutzen.

Apple braucht gar nicht so viel zu erklären. Sie müssen nur noch alle iPod-touch-, iPhone- und iPad-Nutzer in kurzen Spots erklären wie sie mit diesen Geräten ihre Fernseher aufpimpen. Die Weichen sind längst gestellt.

Nachtrag: Techcrunch stößt in eine ähnliche Richtung.

Dauerverarschefernsehen

Fernsehserien halten sich größtenteils an ein Script. Beim Tatort ist das so, bei Alarm für Cobra 11 auch. Irgendwann hatten die Fernsehsender allerdings immer weniger Geld und sie konnten sich keine ausgebildeten Schauspieler mehr leisten.

Dazu kam noch ein weiteres Phänomen: Reality-Doku-Soaps brachten Quote. Und waren günstig.

Leider ist die Realität manchmal sehr langweilig. Deshalb hilft die Produktionsfirma gerne nach. Mit einem festen Script. Dann braucht man das Team nur noch zum Abdrehen der vorgeschriebenen Szenen. Das spart Zeit und Geld. Und die Quote stimmt im Zweifel auch.

Zur Zeit wird über dieses Thema viel geschrieben, aber wenig diskutiert. Hier eine Übersicht der Artikel in der vergangenen Zeit:

Einige Foreneinträge im Internet zeigen sehr deutlich, dass einige Zuschauer nicht genau wissen, was gefakt und was echt ist.

RTL behauptet dagegen gegenüber BILD.de:

„Die Sendungen sind im Abspann klar als fiktive Stoffe gekennzeichnet.“ (RTL-Sprecherin Anke Eickmeyer)

Damit endlich mal diskutiert wird, hier zwei Vorschläge wie so etwas deutlich gemacht werden könnte:

Screenshot der Sendung "Verdachtsfälle" bei RTL - Quelle: rtlnow.de

Screenshot der Sendung "Verdachtsfälle" bei RTL - Quelle: rtlnow.de

Screenshot der Sendung "Verdachtsfälle" bei RTL - Quelle: rtlnow.de

Screenshot der Sendung "Verdachtsfälle" bei RTL - Quelle: rtlnow.de