iWorld – das Apple-Facebook #156 – #165 //1000.Ideen

Es ist Zeit iCloud etwas größer zu denken.

Apple hat bisher im großen Bereich “Social” scheinbar wenig geleistet. Es fällt einem vor allem das Social Music Network PING ein – ein Dienst innerhalb von iTunes, der zumindest in meinem Onlineleben keine Relevanz hat.

Aber Apple hat mit iCloud und iOS die Chance einen massiven Facebook-Konkurrenten aufzubauen. Schon jetzt bietet das Apple Universum mit Ping und Game Center kleine Mini-Social-Networks, die sich bisher auf wenige Funktionen beschränken.

Aber mal Schritt für Schritt.

1. Messaging: mit iMessage und Facetime gehören jetzt schon zwei komplexe und mächtige Kommunikationstools zum Apple Universum. Diese gehören in die iCloud integriert. Ich möchte auch von meinem Büro-Rechner kurz auf meine iMessages und Facetime-Funktionen zugreifen. Sollte im Sommer 2012 MobileMe gänzlich in iCloud aufgehen, gibt es auch wieder eine E-Mail-Adresse und ein E-Mail Postfach für Apple-Jünger.

2. Sharing: Apple sollte – kurz und gut – Twitter komplett aufkaufen und als Social OS in iOS integrieren.

3. Freunde: das Apple Adressbuch ist jetzt schon plattformübergreifend zugänglich. Es wäre die Basis der Verbindungen. In diesem Adressbuch lassen sich Nutzer in Gruppen/Kreise einteilen.

4. Events: Auch der Apple Kalender wird schon jetzt plattformübegreifend synchronisiert. Spannend wäre es, ließen sich Events teilen und öffentlich zugänglich machen.

5. Videos und Fotos: mit dem Fotostream ist ein erster Schritt gemacht. Er sollte weiter ausgebaut und um Videos erweitert werden. Über die Kontakte könnten dann einzelne Videos, Alben oder Fotos einzelnen Personen oder ganzen Gruppen bereitgestellt werden.

6. Social Stream: Mit Ping gibt es einen Anfang, der sich bis heute auf Musik beschränkt. TV-Serien, Filme, Bücher – alles, was es im iTunes Store gibt, ließe sich teilen, bewerten, kommentieren, empfehlen oder würde einen Eintrag in meinem Social Stream hinterlassen (“Robert Kindermann schaut gerade Ice Age 3″). Über Twitter als Social OS würden auch externe Inhalte den Weg in meinen Social Stream finden.

7. Games: mit dem App Store in Verbindung mit iClouds Dokumente & Daten Speicher wäre es problemlos möglich Spiele plattformübergreifend anzubieten und weiterzuspielen. Game Center ist jetzt schon ein Mini-Social-Network, das sehr beschränkt ist. Ein Ausbau erscheint nur logisch.

8. Fan/Produkt-Pages: hier arbeitet Apple mit iAds an einer neuen Interpretation von Web-Marketing und Interaktion mit einem Produkt. Durch den Zusammenfluss an Informationen über einzelne Nutzer weiß Apple welche Marken und Produkte präsentiert werden können. Hier können ganz neue Ansätze entstehen. Zusammen mit den Twitter-Profilen von Brands wäre eine Versorgung der Firmen und Marken gegeben.

9. TV: in der Kombination mit Apple TV würde auch der Fernseher Ausspielfläche für das Social Network. Die Interaktionsmöglichkeiten wären immens. Facebook löst es in eine andere Richtung und lässt einzelne Teile von Facebook in TV Apps einbinden. Apple könnte wieder den genau entgegen gesetzten Weg gehen und einzelne TV-Inhalte in sein Social OS und iOS einbinden.

10. Killer-Feature: iWorld – die Tür zum ersten, echten Personal- & Business-Social-Netzwerk. Facebook wird derzeit nur im privaten Bereich genutzt. Google+ und Google Apps arbeiten nur spärlich zusammen. Sollte iWork in den nächsten Monaten in iCloud aufgehen, wären alle relevanten Office Anwendungen in der Cloud verfügbar. Unzählige Apps auf Tablet und iPhone sind jetzt schon business-intern driven - das heißt sie werden innerhalb einer Firma genutzt. Die Möglichkeiten scheinen unbegrenzt.

iWorld wäre der nächste, logische Schritt für iCloud.

YouTube Videos in Keynote einbinden #127 //1000.Ideen

Der Weg bisher: ScreenFlow anschmeißen, YouTube Video starten, Aufnahme stoppen, Video abspeichern, Video in Keynote einbinden.

DAS IST SCHEISSE UMSTÄNDLICH!

Ich will HTML Code in Keynote embedden.

Danke Apple.

100% Relevanz #93 //1000.Idee

Dieses Posting beschreibt keine grundlegende, bahnbrechende Idee. Es ist eher ein Ausblick mit einem Fragezeichen, hinter der sich eine Menge Potential für neue Ideen verbirgt.

Es wird sich etwas grundlegend verändern und ich denke wir gehen gerade einen ersten entscheidenden Schritt in eine Richtung, die wir noch nicht abschätzen können und die von vielen Medienschaffenden unterschätzt werden.

Die Zeit, in der wir nach für uns relevanten Informationen im Internet hauptsächlich suchen, wird enden. Die für uns relevante Information wird uns finden.

Einige Google Visionäre haben das schon immer verschlüsselt angedeutet, obwohl ich glaube, dass sie in Nuancen etwas anderes meinten. Sie sprachen davon, dass Google weiß was wir als nächstes suchen werden und deshalb die Antwort schon vorher geben kann.

Ich glaube es wird etwas anderes passieren und ich versuche es so klar wie möglich zu formulieren.

Es sind zwei Ideen und Ansätze, die wir im neuen iPhone finden, die mich zu diesen Überlegungen haben kommen lassen.

Wir dürfen Apple hier nicht unterschätzen. Es handelt sich schließlich um die Firma, die grafische Oberflächen auf Computer und das Internet aufs Handy gebracht hat. Sie haben all das nicht erfunden, aber sie haben es zu Massentechnologien gemacht, ohne die die Welt heute eine andere wäre.

1. Sprachsteuerung

Wir sind seit Erfindung der Spracherkennung an ihr gescheitert. Wörter und Zusammenhänge wurden kaum erkannt oder konnten nicht korrekt interpretiert werden. Pausen und Dialekte fanden keine Beachtung. Weder das korrekte Erkennen des Gesprochenen, noch die Antwort war zuverlässig.

Dank der Vernetzung aller Menschen werden wir ab dem kommenden Jahr immense Fortschritte sehen. Siri, so heißt Apples eingekaufte Spracherkennungstechnologie, kann lernen. Durch die Anbindung ans Netz ist es nicht auf eine lokal gespeicherte Worterkennung beschränkt. Es kann Wörter und Zusammenhänge erlernen, umso mehr Menschen es nutzen. Es wird in Zukunft alle Sprachen verstehen.

Und Siri gibt Antworten. In der ersten Form sind das nur sehr einfache Antworten auf sehr einfache Fragen. Wobei ich die Frage “Brauche ich einen Regenschirm?” für einen Computer schon mehr oder weniger komplex finde – schließlich gab es bisher kein Gerät, das diese Frage hätte beantworten können.

Die Betonung liegt hier auf dem ersten Schritt, den wir gehen. Erinnert sich jemand an den ersten Laptop? Wir befinden uns im Jahr 2011. Vor fünf Jahren gab es noch kein Facebook, wir nutzten YouTube eher selten und Handys konnten im Netz nur WAP-Seiten erträglich darstellen. Fünf Jahre. 2012 ist das erste Jahr der wirklich funktionierenden Spracherkennung.

Google? Hörst du zu? Werden wir irgendwann die Information, die wir suchen direkt präsentiert bekommen? Google erlangt viele Besuche durch die eingebauten Suchzeilen in iOS, Android und dem Firefox- und Chrome-Browser. Viele Menschen suchen nach dem neuen Video von Lady Gaga über Google oder YouTube.

In Zukunft sage ich meinem Handy “Spiel mir das neue Lied von Lady Gaga”. Done. Keine Suchergebnisse mehr, kein Klicken mehr, kein Hinschauen mehr.

2. Ortsgebundene Erinnerungen

Simple Erfindung. Ich erreiche einen Ort und bekomme dort eine Information, die genau jetzt wichtig ist. Ich laufe am Rewe vorbei und mein Handy erinnert mich, dass ich keine Butter mehr habe. Ich komme zu Hause an und mein Handy erinnert mich daran, dass ich die Wäsche aufhängen soll. Diese Informationen haben für mich eine einhundertprozentige Relevanz.

Persönliche Relevanz

Wie viel Zeit haben wir mit Zappen verbracht? Wie oft wechseln wir den Radiosender im Auto? Wie viele Artikel einer Zeitung lesen wir wirklich? Ein Großteil der Informationen, die uns jeden Tag erreichen sind für uns vollkommen irrelevant. Facebook und Twitter, Radio und Fernsehen, Zeitungen und Zeitschriften. Uns interessiert oftmals nur ein kleiner Bruchteil von dem was uns dort vorgesetzt wird und wir sind ständig auf der Suche nach den kleinen Perlen, die uns wirklich interessieren, die wirklich für uns wichtig sind, die eine Relevanz haben.

Facebook und Google+ versuchen durch Verknüpfungen zu Freunden und Themen näher an uns zu gelangen. Trotzdem langweilt uns die Masse an irrelevanten Informationen. Die Gedanken und Ideen unserer Freunde – so gern wir sie haben – sind nicht immer für uns wichtig. Sie sind es sogar in den seltensten Fällen.

Neues entdecken

Aber wie entdecken wir dann noch Neues? Früher liefen im Radio neue Songs, die wir genau dort zuerst gehört haben. Im Fernsehen entdeckten wir spannende Dokumentationen. In der Zeitung stießen wir auf Themen, die wir vorher nicht im Blick hatten.

Daran wird sich nichts ändern. Freunde empfehlen uns neue Bands und Lieder, sie schenken uns Bücher und erzählen uns von Dingen, die sie beschäftigen. Wir werden weiterhin gezielt nach weiteren Informationen suchen, wenn unser Blick spannendes, unbekanntes Neues streift. Die Welt ist voll davon, wir müssen keine Angst vor der hermetisch abgeriegelten Themenwelt haben – nur weil wir plötzlich nicht mehr zappen.

Die Kommunikation nimmt so stark zu, dass wir weiterhin mit vielen, uninteressanten, irrelevanten Dingen konfrontiert werden. Schließlich beschränkt sich unser Informationszufluss nicht nur auf analoge und digitale Medien.

Linear… endet.

Derzeit wächst eine Generation heran, die eine Welt ohne digitale Vernetzung nicht kennen. Eine Generation, die es nicht nötig hat sich “berieseln zu lassen”. Sie akzeptiert es nicht mit irrelevanten Informationen belästigt zu werden. Deshalb nutzen sie das Fernsehen als Nebenbeimedium, der zweite Schirm – das Netz – hält die spannenderen Inhalte bereit.

Vor fünf Jahren gab es noch kein YouTube, Facebook, Twitter und kein iPhone. In fünf Jahren sind die heute zwölfjährigen schon 17. Sie waren acht als Papa mit dem ersten iPhone nach Hause kam.

Sie akzeptieren keine irrelevanten Inhalte. Die nächste Generation wird mit Plattformen sozialisiert, die immer Spannendes bieten. Etwas, das ein Sender (Radio, Zeitung, Fernsehen) niemals bieten kann.

Sie werden diese Inhalte zukünftig nicht suchen. Die Inhalte werden sie finden.

Die integrierte Übersetzung in iOS //1000.Ideen #52

Hier meine erste Idee für iOS 6.

1. Wort oder Text markieren.

2. “übersetzen” touchen.

3. iOS versucht die Sprache zu erkennen und in die Systemsprache zu übersetzen.

Sensationell. Gerne Google als Partner ins Boot holen. Google Translate ist schon sehr toll und schnell.

*Funktioniert mit aktivierten Internetverbindung

Der App-Store für Apple TV //1000.Ideen #36

Diese Idee liegt so sehr auf der Hand. Ich wollte sie nur an einem Sonntag kurz posten, damit ich später sagen kann “das hab ich damals schon gewusst“.

Apple wird Apple TV mit Apps ausstatten. Apple TV, dieses kleine “Hobby” (Zitat Steve Jobs), diese kleine Box mit der man sensationell einfach Fernsehserien und Filme direkt via WLAN auf die Glotze streamen kann. Dazu einige wenige ausgewählte Inhalte (Major League Baseball, Flickr, YouTube) und über Airplay auf die Glotze gestreamte iPhone und iPad Inhalte.

Jetzt sollte Apple einfach einen App Store auf dem Apple TV entwickeln und somit das lineare Fernsehen töten. Das wäre ein absoluter Gewinn für unsere Wissensgesellschaft. NIE WIEDER ZAPPING. Ich lade mit dann die ARD Mediatheks Ap… Moment, die gibt es gar nicht. Sagen wir die BBC iPlayer App International Edition direkt auf meinen Apple TV und navigiere mit meinem iPhone oder iPad durch die App.

Noch besser: GAMES! Als Controller dienen iPad, iPhone oder iPod touch. Kommuniziert wird über WLAN. Multiplayer-Spiele sind kein Problem (“Bring dein iPod touch mit, wir zocken FIFA 13 auf der Glotze”). Die Möglichkeiten sind unbegrenzt (Safari für Apple TV, MS Office für Apple TV, Google Body für Apple TV, FaceTime für Apple TV). Der Geruch der Fernsehgerätenutzungs-Revolution liegt in der Luft. Freuen wir uns drauf – vor allem, dass wir RTL für immer von der Glotze verbannen dürfen. Nur Peter Kloeppel hol ich mir dann als Podcast auf meinen Apple TV.

Das 1×1 der Apple-Berichterstattung

Liebe Kollegen,

es gibt da eine gewisse Uneinigkeit und eine daraus resultierende Unsicherheit in der Frage “wann ist eine Apple-Meldung eine Meldung für mein Medium?”.

Der Finger wird in letzter Zeit bei den klassischen Medienmarken (waren mal Print oder sowas) schnell gezückt, tauchen neue Apple-”Meldungen” auf. So ist zu lesen, dass Apple im kommenden iPhone eine eigene SIM-Karte platzieren will, selbiges Projekt aber schon wieder aufgegeben hat, weil sich achsoviele Mobilfunkprovider gar nicht begeistert zeigten; dass das neue iPad auch schon im Februar 2011 kommen wird; dass es demnächst eine iZeitung von Steve Jobs und Rupert Murdoch geben wird und, dass es eine neue Version des Apple-Mobile-Betriebssystem iOS gibt.

Nun. Eine Meldung davon ist eine Meldung. Der Rest ist wilde Spekulation, Gossip, Pop, Tratsch und Klatsch.

Hier die wichtigsten sechs Punkte für die Berichterstatter aus den Multimedia-Ressorts.

1. Beschränken Sie sich auf Fakten.

2. Beschränken Sie sich auf Fakten.

3. Beschränken Sie sich auf Fakten.

Daraus resultieren die Tipps vier bis sechs:

4. Verzichten Sie auf Gerüchte.

5. Verzichten Sie auf Gerüchte.

6. Verzichten Sie auf Gerüchte.

Ich habe mich selbst drei Jahre für den NDR daran gehalten. Apple macht es einem auch überhaupt nicht schwer.

Zum Vergleich – apple.com bei einem Fakt (Die Beatles kommen in den iTunes Store, 16. November 2010):

Beatles im iTunes Store

Beatles im iTunes Store

Apple.com am Tag eines neuen Gerüchts:

…also hier ist dann eben eine ganz normale Apple-Seite zu sehen, die keine Neuigkeiten verkündet.

Sie haben davon sehr viele Vorteile, liebe Kollegen:

1. Sie bleiben bei der Wahrheit.

2. Sie hypen immer nur die aktuelle Neuigkeit und können selbige – basierend auf Fakten – auch gleich zerreissen.

3. Sie müssen sich nicht mehr über den Hype von viel zu vielen Meldungen rund um Apple aufregen.

4. Sie müssen keine Gerüchte mehr dementieren, von denen es nie eine Bestätigung gab, was Sie immer wieder in einem saublöden Licht erscheinen lässt.

5. Sie haben Zeit sich um andere belegbare Tech-Geschichten zu kümmern.

Wissen Sie, wem Sie nämlich auf dem Leim gegangen sein könnten? Apple selbst. Woher wir das schon längst alle wissen? Naja, die meisten von Ihnen haben darüber berichtet.

Falls Sie nun nicht wissen, welche der obigen Meldungen eine Meldung wert ist: Die neue Version vom iOS gibt es tatsächlich – seit 19 Uhr deutscher Zeit (22. November 2010).

Mit besten Grüßen

Robert Kindermann

PS: Mit diesem kleinen, sauber in Schriftgröße 12 abgehandelten, Leitfaden sollen in keiner Sekunde die unzählige Apple-Gerüchteblogs und -Meinungsseiten angesprochen werden. Die machen ihren Job (gut bis ganz okay).

Apple killt BluRay (MacBook Air)

Schon als Apple vor zwei Jahren die erste Version des MacBook Air vorgestellt hat, war klar welche (logische) Vision Steve Jobs vorschwebt. Der eigentliche Anfang dieser Geschichte liegt im Jahr 1998: Apple stellte den iMac vor. Das “i” stand seinerzeit für “Internet” – dieser Rechner war darauf ausgelegt mit dem Internet zu kommunizieren.

Jobs und die Leute um ihn herum erkannten sehr schnell, dass das Internet die Art wie wir miteinander kommunizieren (also Daten austauschen), revolutionieren würde. Seitdem passt Apple seine Produkte an die Fähigkeiten des Internets an.

Als die Handynetze schnell genug waren um ein ansehnliches Internet unterwegs zu ermöglichen, kam das iPhone.

Jetzt machen die Geschwindigkeiten des stationären Internets sämtliche Datenträger obsolet. Was 2008 bei der Vorstellung des ersten MacBook Airs belächelt wurde, zeichnet sich immer deutlicher ab. BluRay ist nur eine Blaupause – die Zukunft kommt kabellos übers Internet auf den Rechner oder Fernseher. Keiner wird mehr eine CD brennen sondern große Datenmengen in der Cloud ablegen.

Apple selbst geht sogar davon aus, dass 128 GB vorerst als Speicherplatz wieder reichen werden.

Was heißt das? Für die Unterhaltungsbranche wird Apple unumgänglich. Es ist nicht mehr möglich einem Apple-Kunden einen Film oder ein Album auf DVD bzw. CD zu verkaufen. iTunes wird massiv wachsen (müssen). Apple muss allerdings auch selbst dafür sorgen, dass das Angebot der Nachfrage entspricht. Im deutschen iTunes Store gibt es zum Beispiel nicht den ersten Teil von “Wall Street” mit Michael Douglas.

Apple deutet außerdem an, dass der Datentransfer zukünftig kabellos geschehen wird. Das kann nur zu einem iTunes in der Cloud führen. Flatrates all over the place – Mietmodelle – neue Lizenzformen. Eine Lizenzform entwickelt Apple gerade selbst: One for all devices. Pages funktioniert dann durch einmaliges kaufen auf allen Macs im Haus, sowie dem iPad.

Es wird spannend. Durch die Macht gestaltet Apple diese Entwicklung massiv mit, sie steuern wie wir in Zukunft Filme und Musik konsumieren werden. Bisher musste Steve Jobs die Welt von seinen Visionen überzeugen, zukünftig wird ihm schneller gefolgt – weil es für Apple-Nutzer schon kaum noch Alternativen gibt.

Diese Entwicklungen sind alle absehbar gewesen. Apple bezeichnete lange seinen Apple TV als “Hobby” – Jobs wartete nur auf den richtigen Moment, dieser war in diesem Jahr gekommen – und es ist noch nicht das Ende, wie ich schon bezüglich Apple TV vor einigen Monaten geschrieben habe. Auch das MacBook Air war bisher ein “Hobby” dessen Moment 2010/2011 nun gekommen sein wird.

Seit 2001 waren es die Jahre des iPods. Seit 2007 waren es die Jahre des iPhones. 2011 wird das Jahr des Macs.

iOS4: Zeichenanzahl bei SMS

Endlich! Bisher war man immer der Telefonrechnung ausgeliefert. Wie viele SMS hatte ich diesen Monat wohl verschickt. Dem iPhone war es egal, wie lang eine SMS war. Der Handyrechnung allerdings nicht. Beim 161. Zeichen zahlte man eine weitere SMS.

In den Einstellungen kann man nun endlich die Einblendung der Zeichenzahl aktivieren. Top!

Wichtig: beim Schreiben einer SMS wird die Zeichenzahl erst ab der zweiten Zeile eingeblendet – vorher nicht.

Apples schlummernde Revolution

“Apple TV ist ein Hobby”, so Tim Cook, COO von Apple. Aber Apple gibt den Leuten seit fast drei Jahren die perfekte Fernbedienung in die Hand um die nächste Revolution zu starten.

Hybrid-Fernseher, die auch online gehen können, sind in verschiedenen Formen ein Trend. Ob Widget-gesteuerte Lösungen, HBBTV oder HD Videotext. Das Internet soll auch auf das Gerät kommen vor dem die Deutschen im Schnitt immer noch die meiste Zeit verbringen. Die Vorteile sind klar: YouTube, RTLNow, die ARD Mediathek und viele mehr können so auf der großen Glotze von der Couch aus genossen werden.

Es gibt nur ein Problem: unterschiedliche Darstellungsformate und es wird ein neues Gerät benötigt. Dabei hat doch gerade halb Deutschland auf HD umgerüstet.

Google arbeitet laut dem Wall Street Journal an einer TV-Box, die jeden Fernseher online bringen soll. Mit Chrome OS oder Android stehen die passendenen Betriebssysteme schon bereit. Nur das Bedienelement ist nicht geklärt. Mit Tastatur auf der Couch sitzen? Das wäre nicht sonderlich komfortabel.

Apple ist deutlich weiter – und kaum einer merkt welche Revolution in Apple TV schlummert.

Schon jetzt bietet die kleine Box Apple TV unzählige On-Demand-Highlights über iTunes. Der Zugriff ist mit der kleinen Remote-Control von Apple schon relativ komfortabel. Weiterhin bleibt die gezielte Eingabe von Text und das freie Surfen im Netz verschlossen. Dafür hatte auch Apple noch keine komfortable Lösung.

Mit dem iPod Touch, dem iPhone und dem iPad hat Apple ganz nebenbei die perfekte Fernbedienungen für den Apple TV erschaffen. Und eine Armada an Medienkonzernen stellt mittlerweile Inhalte bereit, die auch auf einem großen Fernseher wirken würden: Videos, Livestreams, großflächige Bildershows. Was auf dem iPad funktioniert, wird auch problemlos auf einem großen und auch alten, kleineren Fernseher funktionieren. (Von Spielen mal ganz abgesehen)

Die Inhalte sind da, die Bedienungseinheit für ein apple-gewohntes Bedienungsgefühl ist da, das Gerät gibt es seit Jahren. Und der Vorteil: die Konsumenten können jeden Fernseher nutzen.

Apple braucht gar nicht so viel zu erklären. Sie müssen nur noch alle iPod-touch-, iPhone- und iPad-Nutzer in kurzen Spots erklären wie sie mit diesen Geräten ihre Fernseher aufpimpen. Die Weichen sind längst gestellt.

Nachtrag: Techcrunch stößt in eine ähnliche Richtung.

Desperate iPad-Verlage

Viele kritisieren die unkritische Berichterstattung verschiedener Verlagshäuser bezüglich des iPads. Ein Höhepunkt ist der aktuelle Text auf bild.de.

Axel-Springer-Vorstand Dr. Andreas Wiele findet viele schöne Worte:

“Wow, ist das dünn! Wow, ist der Bildschirm brillant!”

“Als ich es endlich in der Hand halte, merke ich: Es ist noch leichter
und schlanker als gedacht!”

“Navigieren, drehen, schieben, vergrößern mit den Fingern – alles geht
kinderleicht.”

Nun ist das sicherlich keine Überraschung. Schließlich hofft der Springer-Verlag auf neue Käufer seiner Apps für BILD, B.Z. und WELT. Jeder potentielle iPad-Käufer ist auch ein potentieller, neuer
BILD-Leser. Da verliert man lieber kein kritisches Wort.

Und auf dem großen Display machen die PDF-Dateien der BILD des kommenden Tages wahrscheinlich wirklich mehr Sinn.

Dieses Phänomen wird Apple weltweit begegnen. Die PR-Maschine wird also noch besser laufen als je zuvor.

Objektiver hab ich es bei N-JOY und NDR Info versucht.

Max Scheer (www.rutiso.net) twittert ganz gekonnt: “Sie wollen es zum VolksPad machen”