Frage zu den neuen Datenroaming-Regelungen der EU.
Es klingt alles einfach und transparent.
Wer aus dem EU-Ausland mit dem Handy ins Internet geht, dem wird die Verbindung bei einem Verbrauch von 59,50 Euro gekappt.
So einfach ist die Welt aber nicht.
1. Wer von der Möglichkeit des Kostenlimits jetzt schon Gebrauch machen möchte, muss sich aktiv bei seinem Handyprovider melden. Erst ab dem 1. Juli sind die Anbieter flächendenkend dazu verpflichtet das Datenroaming für die EU zu deckeln. Die Deckelung liegt dann wohl in den meisten Fällen bei 59,50 Euro.
2. Diese Deckelung, die auf der Anordnung der EU zurückgeht, gilt tatsächlich nur für das EU-Ausland. Wer also Urlaub in der Schweiz macht oder in die USA reist, bekommt von der automatischen Deckelung nichts mehr mit und kann sich trotzdem Pleite surfen.
Das ist inkonsequent, irreführend und sogar gefährlich.
Was ist also zu empfehlen?
1. Handyprovider anrufen und schon einmal die Deckelung fürs EU-Ausland einrichten. Damit ist dieser Teil der Welt abgesichert.
2. Prüfen, ob für das Inland eventuell eine Datenflatrate in Frage kommt. Das ist nicht immer der Fall. Vor allem, wenn man nur ab und zu die Mails über das Handy abruft.
3. Hier wird es kompliziert: nach allen Möglichkeit der Datendrosselung im weltweiten Ausland fragen. Die Anbieter stellen normalerweise einen Dienst zur Verfügung, der die eine Beschränkung des Datenaufkommens regelt. Allerdings gilt das dann oftmals fürs Inland.
Einfacher: wer ins Nicht-EU-Ausland reist, stellt die Datenverbindungen komplett in den Einstellungen seines Handys ab.