Frage nach den Einstellungen der Facebook-Privatsphäre. Welche Punkte sollten wie eingestellt sein?
Allgemein ist Facebook, was die Privatsphäre angeht, ein Schweizer Käse. Es gibt Löcher, die von Haus aus kommen und die sich nicht stopfen lassen. Man kann nur drum rum essen. Das sollte jeder bedenken. Außerdem würde ich folgende Grundregeln befolgen:
- Kein Upload von privaten Fotos.
Laut Facebook-AGBs werden alle Rechte abgetreten. Konkret: “Du gibst uns eine nicht-exklusive, übertragbare, unterlizenzierbare, unentgeltliche, weltweite Lizenz für die Nutzung jeglicher IP-Inhalte, die du auf oder im Zusammenhang mit Facebook postest („IP-Lizenz“). Diese IP-Lizenz endet, wenn du deine IP-Inhalte oder dein Konto löscht, außer deine Inhalte wurden mit anderen Nutzern geteilt und diese haben sie nicht gelöscht.”
Alternative: ladet die Fotos zum Beispiel bei flickr.de hoch – dort gebt ihr diese Rechte nicht so weiträumig ab. Das gleiche gilt übrigens für Videos. - Nutzt nicht die Funktion “Finde Personen, denen du E-Mails sendest” im Bereich Freundefinder
Facebook speichert alle E-Mail-Adressen, die bei deinem E-Mail-Provider hinterlegt sind und knüpft so im Hintergrund ein Netzwerk aller Menschen auf dieser Welt. Grund: so können sie schon nach der Anmeldung neuen Mitgliedern Personen vorschlagen, die sie vielleicht kennen könnten. Ein nachträgliches Löschen ist unter diesem Link möglich.
Direkt nach der Anmeldung sind im Übrigen alle Tore bei Facebook offen. Jeder sollte und muss in den Privatsphären-Einstellungen nachbessern. Warum ist das so? Facebook will zum Einen, dass die Leute abhängig werden. Das passiert in dem die Mitglieder möglichst viele Informationen mit möglichst vielen anderen Menschen teilen. Außerdem will Facebook möglichst viel über seine Nutzer wissen um gezielter Unternehmen Informationen zum Targeting zur Verfügung zu stellen.
Für Facebook ist dieser Umgang übrigens normal:
“Menschen sind einverstanden damit, Informationen über sich mit anderen zu teilen und werden immer offener zu immer mehr Menschen. Die sozialen Normen hier haben sich in der Zeit entwickelt.” (Mark Zuckerberg, Facebook-Gründer)
Quelle: Spiegel.de
Ein großes Problem ist die Verknüpfung aller Online-Aktivitäten auf einer Plattform. Während Google seine Dienste Suche, Mail, Google Reader und Google Kalender physisch trennt, wird bei Facebook alles unter einer ID – deinem persönlichen Namen – gespeichert. Facebook weiß deutlich mehr und deutlich personenbezogen – nämlich mit Klarnamme – über seine Nutzer als Google.
Zum Vergleich: Google kennt erst einmal nur die IP-Adresse eines Nutzers. Das heißt wenn einen PC drei Personen im gleichen Haushalt nutzen, steckt für Google die gleiche Person dahinter. Bei Facebook loggt sich jeder mit seinem privaten Namen ein. Das ist ein wichtiger Unterschied.
Nun zu den Screenshots. Alle Einstellungen findet ihr unter dem Punkt “Konto” -> “Privatsphäre-Einstellungen” (für Vollbild auf das Bild klicken):
Zuletzt noch der Hinweis wo ihr euer Facebook-Profil komplett und gänzlich löschen könnte: hinter diesem Link.
Verbesserungsvorschläge gerne über die Kommentare.





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